Ein Grund, warum ich so gerne  im Kleinkunstbereich unterwegs bin (neben dem, dass man so schön nah dran ist an den Zuschauern – und die an einem), ist, dass ich dort immer wieder mit so unglaublich interessanten Menschen zu tun habe. Insbesondere mit denen, die diesen Bühnenbetrieb organisieren. Wer mitten auf dem Land eine Kulturinitiative aufzieht, ist oft auch sonst sehr unternehmungslustig. Und somit ein ausgesprochen inspirierender Gesprächspartner.

Gestern habe ich in der Kleinkunstdiele Bücken gespielt. Als erster Kabarettact überhaupt. Bücken, das liegt zwischen Bremen und Hannover und ist angebliche genau die geographische Mitte Niedersachsens (da musste ich am Anfang des Konzerts doch mal zwischen die Zuschauer gehen – um zu merken, wie sich das anfühlt, in der Mitte von Niedersachsen inmitten von Niedersachsen zu sein). War ein super tolles Erlebnis mit grandioser Stimmung.

Der Betreiber der Kulturdiele hat gleich daneben noch mit seiner Familie eine Kaffeerösterei etabliert sowie einen nach den Prinzipien der Gemeinwohlökonomie wirtschaftenden Laden zum Verkauf von Kaffee, Wein, Kakao… Außerdem war er als Musiklehrer früher im Sabbatjahr in Mittel-und Südamerika unterwegs und hat an Schulen hospitieret, die interessante Musikprojekte zu Förderung ihrer Schüler initiiert haben. Toll, an Gesprächsthemen war kein Mangel!