Seit ich mit „In 10 Schritten zum Weltretter“ vor ca. 6 Jahren das erste Mal in Neulußheim (zwischen Mannheim und Karlsruhe) gespielt habe, ist es immer wieder eine große Freude, dort zu sein. Wobei: Schon damals hieß es, der Bahnhof bekomme bald einen Personenaufzug. Der Aufzug ist jetzt da – nur leider noch nicht in Betrieb genommen (Gerüchten zufolge ist das gleiche Planungsbüro zuständig wie für den Berliner Flughafen…). Und: Es gibt keine Fußgänger-Unter-, sondern eine ÜBERführung. Das heißt: Eine kleine Fitnesseinheit mit Gepäck und 50 Stufen aufwärts nach langer Zugfahrt brachte den Kreislauf wieder hübsch in Schwung – um es mal positiv auszudrücken.

Machte aber nix. Denn die dortige Veranstalterin Alex hat mich super herzlich aufgenommen. Ich kannte sie vorher noch nicht, da sie grad erst den Posten übernommen hat. Eine richtige badische Schafferin, die ohne lang zu fackeln mit mir zusammen das Klavier auf die Bühne wuchtete und dann auch noch die Bühne um ein Podest erweiterte, weil es mir da oben ein bisschen eng war. Der Aufwand lohnte sich, denn der Alte Bahnhof war quasi ausverkauft. Super Stimmung im Laden von Anfang an.

Jeder Auftritt läuft ja irgendwie anders. Während oft die zweite Hälfte von „Ja!“ das Publikum erst so richtig mitreißt, gingen die Leute in Neulußheim vor allem im ersten Teil total ab. Die Stimmung war auch danach noch prima, aber ich hatte ein bisschen den Eindruck, einige mussten der langen, arbeitsreichen Woche Tribut zollen und waren etwas angemüdet (oder sie hatte sich im ersten Teil schon verausgabt). Anyway, tolles Konzert!

Sehr gefreut hat mich übrigens auch, dass eine ehemalige Reisekameradin aus Wanderschaftszeiten (Schneiderin Anita) extra aus Neustadt an der Weinstraße angereist ist, um meinen Auftritt anzuschauen. Fixer Einsatz, Kamerud!