Nach gefühlt ewig langer Zeit habe ich mal wieder „Heute hier, morgen dort“ in einer 45-Minuten-Version gespielt. Und mich dafür fix in Kluft geworfen. Anlass war die Hochzeit von Manu und Kurzer in Loopstedt (bei Schleswig). Die hatten eine astreine Zeltburg aufgebaut und ziemlich bündisch gefeiert (beide kommen aus der Pfadfinderszene). Eigentlich wollten sie sogar zusammen auf Tippelei gehen, aber dann ist Manu schwanger geworden – und mit Kind is´ nix mit Walz. Just an dem Tag, als Manu los wollte, haben sie dann immerhin geheiratet – das nenne ich mal stilecht.

War eine schöne Feier, wenngleich das Wetter mit halb arktischen Temperaturen und immer mal wieder Regenschauern nicht 100% mitspielen wollte. Nachmittags ging´s noch (siehe Sonnenschein auf dem Foto). Da habe ich quasi die Party eröffnet und den Leuten was über Wanderschaft erzählt und gesungen. Tolles Publikum, super Stimmung. Und als die Sonne dann weg war, wurden in der Zeltburg drei Lagerfeuer angezündet. Okay, am Feuer war´s wärmer. Aber ich persönlich finde es unfassbar, wie die Pfadfinder bei dem Qualm die ganze Nacht durch singen konnten. Und was für ein Singen: Mehrere Leute mit Instrumenten, dazu ungefähr 40-50 Leute, die alle die Pfadfinderlieder kannten und teils vierstimmtig sangen – so ungefähr müssen sich Volks-Hochzeiten vor der Einführung der Konservenmusik angefühlt haben. Wahnsinn, total interessant. Ich bin dann aber doch irgendwann vor dem Rauch ins Schlafquartier geflüchtet – und huste heute noch den gesammelten Feinstaub ab..
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