Der Herbst ist gekommen – die Open-Air Saison vorbei. Und ich hatte noch mal drei schöne Konzerte zum Abschluss.

Los ging´s letzten Dienstag mit einem Lagerfeuerklassiker-Singen auf der Treppe zum Kanal am Alten Güterbahnhof in Hamburg-Barmbek, die ich schon lange mal als Auftrittslocation austesten wollte. Das war der letzte wirklich milde Spätsommerabend des Jahres. Ich hatte gar keine Werbung gemacht, außer über den Newsletter, und trotzdem fanden sich ca. 20 begeisterte Sängerinnen und Sänger zusammen. Sogar ein Schwan schaute vorbei und wiegte den Hals im Takt (okay, sehr taktsicher war er nicht).

Donnerstag dann ein Balkonsingen im Service-Wohnen Oldenfelde (Hamburg Nord). Publikum: 70 aufwärts. Hui, da musste ich aber erst mal schauen, dass wir auch ein gemeinsames Liedrepertoire finden. Ich hätte ja gedacht, dass die Alten von heute zumindest mit Elvis, den Stones und Beatles groß geworden sind. Aber in diesem Falle beschränkte sich der Liedgeschmack auf Volkslieder und Schlager. Englisch war nicht so angesagt. Und trotzdem wurde es dann richtig nett und irgendwie echt herzig…

Freitag schließlich die Kultursause in Nienwohld. Ein Open-Air Kulturfestival im verwunschenen Garten des Kulturhofes. Was für ein Glück, dass der Wetterbericht sich um einen Tag mit der Regenfront vertan hatte (zwar Glück für mich – aber das Festival fand ja das ganze Wochenende statt. Die mussten Samstag die Veranstaltungen nach drinnen verlegen). Ich hatte da ja schon mal im Juni gespielt – und es schüttete damals aus Kübeln, nach drei Monaten Dürre. Wem Deutschland zu trocken ist, der sollte nach Nienwohld ziehen… Freitag jedenfalls war der Himmel klar, wir hatten ein echtes Lagerfeuer am Start, und eine wahnsinnig tolle, intime Atmosphäre. Ein wirklich wunderbarer Abschluss der ersten Open-Air Saison, die ich bisher überhaupt gespielt habe.

Fazit: Das Lagerfeuerklassiker-Singen hat sich als echter Hit herausgestellt. Schade, dass ich das wg. Corona nicht in geschlossenen Locations im Winter fortsetzen kann. Na, dann ist es halt wie mit den Erdbeeren: Wir müssen eine Weile im Winter drauf verzichten und freuen uns um so mehr, wenn es sie wieder gibt.