Moin ihr Lieben,

gestern stellte eine aufmerksame Newsletter-Bezieherin mir gegenüber fest: “Jan, ich hab aber schon lang nichts von dir mehr gelesen .” Und ich: “Stimmt. Äh…” Ist ja nicht so, dass es nichts zu erzählen gäbe. Oder dass ich die letzten Monate untätig war. Nur: Der aktuellste Anlass für Newsletter, nämlich Auftrittsankündigungen, fehlt derzeit völlig. Deshalb die Nachlässigkeit. Also, hier mal ein kleine Update:

1. Auftritte:
Das neue Programm ist geschrieben – kann aber nicht aufgeführt werden. Alle Termine dieses Frühjahr sind geplatzt. Ein paar haben wir auf Spätherbst verschoben. So sie denn dann stattfinden dürfen. Zusätzliches Problem: Veranstalter müssen erst mal alles nachholen, was ausgefallen ist. Oder beginnen überhaupt erst mit dem Booking, wenn eine dauerhafte Planungssicherheit gegeben ist. Und dann stellt sich auch noch die Frage, wie viele Kulturveranstaltungen ein Mensch eigentlich im Monat besuchen kann/will, um all den auftrittsheißen Künstlern ein Publikum zu bescheren…

2. Meine Umweltvideo-Reihe:
Ich musste erkennen, meine Newsletter-Bezieher haben keine große Lust, als Testimonials bei Umweltvideos mitzumachen. Bestimmt weil sie größtenteils nicht der Generation angehören, für die das Ausstellen der eigenen Person in sozialen Netzwerken normal ist – und sei der Zweck auch noch so gut. Ich kann das TOTAL nachvollziehen. Alles gut. Muss ich meine Idee halt anders umsetzen.

Kleine Bemerkung am Rande: Finger weg vom Videoschnittprogramm Pinnacle Studio 24 Ultimate. Stürzt dauernd ab. Laut Kundenrezensionen bei Amazon (und auch sonst im Internet) bin ich nicht allein mit dem Problem. Das Programm ist mies programmiert – und von der Hotline kommen nur nutzlose und zeitraubende Lösungsvorschläge. Normal ein Fall für die Verbraucherzentrale. Aber dank Budgetkürzungen vom Staat kostet die Minute in deren Hotline 2,00 Euro. Live-Beratungsgespräche ab 25 Euro aufwärts. Bei einem Programmpreis von 78,- Euro stellt sich schon die Frage nach der Relation von Kosten und Nutzen. Hat irgendwer Tipps?

3. Musik-Aufnahmen:
Statt Videos mache ich jetzt CD-Aufnahmen. Normal lohnt sich der zeitliche Aufwand ja absolut nicht. Dafür verkaufe ich einfach zu wenige Tonträger. Den Materialaufwand scheute ich bisher auch (man bestellt 1000 CDs im Presswerk, weil sie kaum teurer sind als 500, und dann liegt jahrelang ´ne Menge Plastik im Keller). Aber jetzt habe ich Zeit und Lust – und freue mich riesig darüber, total kreativ sein zu können. Die CDs werden dann von mir nach Bedarf selbst gebrannt und in die noch von der letzten CD übrig gebliebenen Hüllen verpackt. Nachhaltiger geht es in Sachen Hardware nicht.
Wer will, kann mal hier in eine erste Kostprobe reinhören:

Verkauft werden die CDs dann exklusiv bei meinen Konzerten. Spart Verpackung und CO2-intensiven Versand – und ist noch ein weiterer Anreiz, mich live zu erleben.

Genug geschrieben, mehr liest kein Mensch,
ich hoffe, ihr seid alle gesund!