Das etwas andere Musik-Kabarett

Kabarett mit positiver Grundaussage? Klingt auf den ersten Blick machbar. Wie einen Schneeball knusprig anzubraten, beispielsweise.

Jan Jahn, traumatisiertes Erziehungsprodukt der 68er, wagt es trotzdem. Wer als Kind bei Länderspielen immer nur „BRD, BRD“ rufen durfte, der kennt sich eh mit der Außenseiterrolle aus. Und kann ruhig mal auf die Regeln pfeifen. Indem er das im Kabarett bisher eigentlich Undenkbare sagt: „Ich finde dieses Land gar nicht sooo schlecht…“ Auch auf die Gefahr hin, dass seine Gitarre von empörten Anhängern der FKF (Fundamentalistische Kabarett Fraktion) zum Schlaginstrument umfunktionieren wird.

Püriertes Schnitzel ist natürlich leichter verdaulich. Schließlich gibt es hierzulande vermaiste Landschaften, Sozialneid – und trotz fünfzig Sendern kein anständiges Fernsehprogramm. Nur: Sind „die da oben“ wirklich an allem schuld? Es muss doch Wege geben, wie wir es selber in die Hand nehmen können, dass dieses Land lebens- und liebenswerter wird!

Jan Jahn hat sie gesucht – aber leider keine Patentlösung gefunden. Dafür allerdings jede Menge verflixt witzige Geschichten und mitreißende Lieder. Über den freundlichen Umgang miteinander. Über LOHAS, Smartphones, die wortgetreue Anwendung des Grundgesetzes – und besonders über das eigene Scheitern beim Selbstversuch.

Doch wie sagte einst Winston Churchill? „Erfolg ist die Fähigkeit, von Niederlage zu Niederlage zu gehen – ohne seinen Enthusiasmus zu verlieren!“ Das kriegt Jan Jahn hin (besonders den Teil mit den Niederlagen). Und ringt selbst den haarsträubendsten Irrsinnigkeiten unverdrossen „Die gute Nachricht“ ab.

„Kein schöner Land?“ ist ein liebevoll verpacktes, rasant lustiges und leidenschaftlich vorgetragenes Plädoyer für mehr Einmischung und Zivilcourage – ohne ausgelutschte Männer/Frauen-Witze und fieses Politiker-Bashing. Also für alle, die mal Lust auf etwas anderes Kabarett haben – in einem Land mit, pardon, aber ja: Potential!

Pressestimmen
„Kabarettist Jan Jahn aus Hamburg hatte schnell die Lacher auf seiner Seite. Er glänzte mit witzigen Geschichten und mitreißenden Liedern. (…) Mit seinen Verkleidungen, geistreichen Text- und Bildtafeln und aus einer Wasserpistole geschossenen Seifenblasen, aber auch mit seinen Parodien, suchte er immer wieder direkten Kontakt zum Publikum. (…) Der Kabarettabend war ein insgesamt hervorragend verpacktes, lustiges aber auch leidenschaftliches Plädoyer für mehr Zivilcourage, das vom Publikum mit lang anhaltendem Applaus bestätigt wurde.“Mittwoch Aktuell, 02.11.16
„Bald schon entpuppte sich das hoch aufgeschossene Nordlicht als bemerkenswerter Musiker und Songschreiber, der auf Klavier- und Gitarrensaiten wie zu Hause ist. Spielend gelang Jahn der direkte Kontakt zum Publikum, das er ohne Mühen zum mehrstrophigen Singen animierte – oder gar zum Mitmachen auf der Bühne. Ein mitunter nachdenklicher, aber immer unterhaltender Kleinkunstabend.“Westfälische Nachrichten, 02.05.2016
„Treffende und bissige Pointen aus dem Leben: Jan Jahn begeistert mit seiner Musikkabarett-Show! Knapp zwei Stunden widmete er sich der Frage: „Kein schöner Land?“ Entsprechend dem Motto „Tu was!“ hatte der Kabarettist auch jede Menge Tipps parat. (…) Jahn streifte alles, was im Argen liegt. Gut, treffend, direkt aus dem Leben, aber nicht zu schwer.“Schwetzinger TZ, 21.09.2015
„Als traumatisiertes Erziehungsprodukt der 68er hat sich Jan Jahn am Sonnabend im Apex daran gewagt, Kabarett mit positiver Grundaussage auf die Bühne zu bringen. Wer bereit ist, die Regeln zu brechen, kann den Abend auch mit dem Musikantenstadl eröffnen und als Roger Whittaker-Parodie „Kein schöner Land“ schmettern. Schwungvoll und augenzwinkernd hat der gebürtige Berliner bald die Lacher auf seiner Seite. (…) Mit Verkleidungen, Text- und Bildtafeln, Seifenblasen und Parodien sorgt Jahn für reichlich Abwechslung. Der Musiker und gelernte Zimmermann gibt sich als richtiges Bühnentier und erarbeitet sich den Zuspruch des Publikums regelrecht. Sympathisch und ständig mit den Zuschauern in Kontakt, steigt bei all dem Mitsingen, Mitklatschen und Ablachen die Stimmung zusehends. Ein vergnüglicher Abend!“Göttinger Tageblatt, 13.04.2015
Das muss man einfach live erleben!
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